Jenny Falckenberg


Jenny Falckenberg

Ich will Dinge neu aufmischen

Jenny Falckenberg, Kunst- und Event-Managerin, verheiratet,
drei Kinder, Stammgast der Bank seit 2005

Frau Falckenberg, was ist Ihr Lieblingsplatz in der Bank?
Mit dem Rücken zur Wand. (Lacht) Deshalb sitze gern hinten in der Ecke. In der Mitte des Raumes sitze ich nicht gern, ich möchte nicht erleben, dass mir plötzlich jemand von hinten auf die Schulter klopft und „Hi Jenny!“ ins Ohr ruft.

Was gefällt Ihnen an der Bank besonders?
Die Bank ist für mich ein zweiter Konferenzraum geworden. Alle großen Deals habe ich hier abgeschlossen. Und meine erste große Veranstaltung habe ich auch mit Unterstützung der Bank gemacht…

… eine Veranstaltung hier in der Bank?
Nein. Das war ein Dinner zu Ehren des amerikanischen Künstlers Jeff Koons. Das sollte ein ganz besonderes Event werden, deshalb habe ich eine riesige Tafel in einen der Decks des Parkhauses vom Alsterhaus aufbauen lassen.

Ein Dinner im Parkhaus?
Ja. Es geht mir darum einmalige Events zu schaffen. Wenn man Kunst und Veranstaltungen miteinander verbindet, kann man keine 08/15-Essen geben. Natürlich war ein Abendessen im Parkhaus eine ganz besondere Herausforderung. Wir mussten das ganze Parkhaus für einen Tag und eine Nacht sperren lassen – was fast noch die kleinste Schwierigkeit war, mit der wir zu kämpfen hatten. Aber es hat alles geklappt und war ein absolut
einmaliges Event.

Das Catering hatte die Bank übernommen?
Ja, seitdem mache ich fast alle meine Veranstaltungen mit Ina Krug, der Geschäftsführerin, die für das Catering verantwortlich ist. Ina versteht genau was ich will, auf sie kann ich mich hundertprozentig verlassen.

Sind sie mehr Kunstgaleristin oder Eventmanagerin?
Wer heutzutage mit zeitgenössischer Kunst handelt, betreibt kein Ladengeschäft mehr. Niemand schlendert in eine Galerie und fragt: „Haben Sie vielleicht eine nette Installation von Mia Florentine Weiss?“ Das gibt’s nicht. Der Kunstmarkt funktioniert anders.

Grenzen verschwimmen?
In der Kunst, wie im Kunstmarkt. Ich will Dinge neu aufmischen: Kunst. Events. Marken.

Wie sind sie zu diesem Geschäft gekommen?
Ich hatte immer ein engeres Verhältnis zur Kunst, schon mein Vater ist ein bekannter Sammler. Kunst war mir nahe, aber erst einmal ging es mit dreizehn ins Internat nach England; wo ich gelernt habe, auf eigenen Beinen zu stehen. Dann wurden auch erstmal andere Dinge interessant…

Was genau?
Sport, um mal eine Sache zu nennen, (lacht) ich war Deutsche Meisterin im Vielseitigkeitsreiten. Vielleicht, weil die wahre Jenny erwacht, wenn jemand sagt: „Das schaffst Du nicht …“

Gibt es auch etwas, das Sie bis heute nicht geschafft haben?
Mir sind einige Dinge nicht gelungen. Kleidergröße 34 zu tragen, zum Beispiel.

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